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Unser Standpunkt

Amanda Wirthwein

2. Juni 2026

35 Prozent würden für Krypto die Bank wechseln

Wir haben den Beitrag in der FinanzBusiness zum Thema „35 Prozent würden für Krypto die Bank wechseln“ mit großem Interesse gelesen. Amanda Wirthwein hat dazu folgenden Standpunkt:


𝗞𝗿𝘆𝗽𝘁𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗧𝗵𝗲𝗺𝗮, 𝗱𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗛𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗶𝗴𝗶𝘁𝗮𝗹𝗲𝗿 𝗪𝗲𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵ö𝗽𝗳𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗱𝗮𝘀 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵ä𝗳𝘁𝘀𝗺𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗮𝗿𝗸𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻.


Der Artikel bringt ein Thema auf den Punkt, das wir in vielen Sparkassen aktuell erleben: Der steigende Wettbewerbsdruck durch digitale Angebote und Plattformlösungen, gepaart mit einer klar zunehmenden Kundennachfrage nach neuen Assetklassen. Dass Kunden für ein besseres Angebot die Bank wechseln würden, deckt sich mit unseren Beobachtungen aus zahlreichen Projekten – insbesondere bei digital affinen und ertragsstarken Kundengruppen.


Aus unserer Sicht ist dabei eine Erkenntnis zentral: Krypto ist kein isoliertes Produkt, sondern Teil einer übergeordneten digitalen Transformation.


In unseren Projekten bei SSC sehen wir immer wieder, dass genau hier die eigentliche Herausforderung liegt. Die technische Umsetzung – etwa Handel und Verwahrung über Partnerlösungen – ist zunehmend standardisiert und umsetzbar. Entscheidend ist vielmehr, dass Sparkassen ein klares Zielbild entwickeln und ihre Rolle im Wertschöpfungsmodell definieren. Genau diese Zielbildarbeit ist zentraler Bestandteil unserer Beratungsansätze, bei denen Strategie, Prozesse und Umsetzung konsequent verzahnt werden.


Gleichzeitig warnen wir vor einem verbreiteten Kurzschluss: Der bloße Einstieg in Krypto-Angebote wird weder Differenzierung noch nachhaltiges Wachstum sichern. Erfolgreiche Institute denken das Thema konsequent aus der Gesamtstrategie heraus inklusive Kundenansprache, Prozessintegration und effizienter Umsetzung. Denn digitale Transformation entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn sie im Alltag gelebt wird und in die bestehenden Vertriebs- und Betriebsmodelle integriert ist.


Drei zentrale Fragen, die sich Sparkassen jetzt stellen sollten:


📌Welche strategische Rolle nehmen wir künftig im Ökosystem digitaler Assets und Plattformen ein?

📌Wie integrieren wir neue Angebote strukturiert in unsere bestehenden Vertriebs- und Prozessmodelle?

📌Wo schaffen wir echte Differenzierung und wo nutzen wir bewusst standardisierte Partnerlösungen?


𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁:

Nicht die Einführung von Krypto entscheidet über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, digitale Innovationen konsequent in ein wirksames Geschäftsmodell zu überführen. Sparkassen, die jetzt ein klares Zielbild entwickeln und die Umsetzung konsequent mitdenken, sichern ihre Relevanz und schaffen nachhaltige Wachstums- und Effizienzpotenziale in einem sich neu ordnenden Finanzmarkt.

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