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Unser Standpunkt

Thorsten Zucht

5. Mai 2026

Ehrgeiziges Projekt auf den Weg gebracht

Wir haben den Beitrag in FinanzBusiness zum Thema „Sparkassen prüfen strukturelle Reformen" mit großem Interesse gelesen. Thorsten Zucht hat dazu folgenden Standpunkt:


𝗦𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝘂𝗿𝗿𝗲𝗳𝗼𝗿𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗼𝘁𝘄𝗲𝗻𝗱𝗶𝗴, 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗻𝘂𝗿 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝘄𝗶𝗿𝗸𝘀𝗮𝗺, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗧𝗲𝗺𝗽𝗼 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝘂𝗻𝗴𝘀𝗺𝘂𝘁 𝗛𝗮𝗻𝗱 𝗶𝗻 𝗛𝗮𝗻𝗱 𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻.

Der Artikel bringt ein Thema auf den Punkt, das wir in vielen Sparkassen-Projekten aktuell erleben: Die Strukturen der Sparkassen-Finanzgruppe sind gewachsen: in Komplexität, in Gremien und Abstimmungsschleifen. Was einst Stabilität garantierte, bremst heute die Markteinführung von Produkten und Strategien.


𝗔𝘂𝘀 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗿 𝗦𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝗯𝗲𝗶 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗘𝗿𝗸𝗲𝗻𝗻𝘁𝗻𝗶𝘀 𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹: Das eigentliche Problem ist nicht die Struktur an sich, es ist die Entscheidungskultur, die dahintersteht. Solange Macht dezentral verteilt und Konsens Voraussetzung für jede Veränderung ist, wird auch ein reformiertes Gremienmodell an Tempo verlieren. Das Projekt „Marktrelevanz" muss daher mehr sein als eine Organisationsoptimierung: es muss eine ehrliche Debatte darüber anstoßen, wer künftig was entscheidet und wer dabei loslässt.


In unseren Projekten bei SSC sehen wir immer wieder, dass Sparkassen intern sehr wohl wissen, wo die Bremsen liegen: zu viele parallele Gremien, gespiegelte Ausschüsse auf Landes- und Bundesebene, fehlende Mandatierung für schnelle Umsetzungen. Die Bereitschaft zur Selbstkritik ist in vielen Häusern da, doch der Schritt von der Analyse zur Konsequenz bleibt oft aus, weil er Macht- und Rollenverschiebungen bedeutet.


𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗮𝗯𝗲𝗶 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵ä𝘁𝘇𝘁 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹𝘁𝗲: Ein Projekt mit einjähriger Laufzeit erzeugt Erwartungen, intern wie extern. Wenn die Ergebnisse am Ende zu konsensfähig und zu wenig konsequent ausfallen, droht das Projekt genau das zu werden, was in der Gruppe bereits befürchtet wird: das nächste „Hornberger Schießen". Reformen, die niemanden wirklich treffen, verändern nichts.


𝗗𝗿𝗲𝗶 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗦𝗽𝗮𝗿𝗸𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗩𝗲𝗿𝗯ä𝗻𝗱𝗲 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹𝘁𝗲𝗻:


➡️ Welche Entscheidungen wollen wir künftig wirklich delegieren – und welche Strukturen müssen dafür aufgelöst oder zusammengeführt werden?

➡️ Wie stellen wir sicher, dass Geschwindigkeit kein Opfer von Konsenskultur wird, ohne die dezentrale Stärke der Sparkassen aufzugeben?

➡️ Was braucht es intern an Führung, Kommunikation und Veränderungsbereitschaft, damit dieses Projekt nicht im Sande verläuft?


𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁: Strukturreformen gelingen nicht durch bessere Organigramme, sondern durch den Mut, Entscheidungsverantwortung wirklich neu zu verteilen. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat mit diesem Projekt eine seltene Chance. Wir begleiten Sparkassen dabei, die richtigen internen Schlüsse zu ziehen und nicht auf Ergebnisse aus Berlin zu warten.

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