
Florian Schürmann
21. Jan. 2026
Wie Banken Ihre Girokonten bestücken
Wir haben den Beitrag in der finanz-szene zum Thema "Wie Banken Ihre Girokonten bestücken" mit Interesse gelesen. Florian Schürmann von SSC Management Consult hat dazu folgenden 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁:
𝗠𝗲𝗵𝗿 𝗞𝗹𝗮𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗞𝗼𝗺𝗽𝗹𝗲𝘅𝗶𝘁ä𝘁 𝗯𝗲𝗶 𝗚𝗶𝗿𝗼-𝗞𝗼𝗻𝘁𝗲𝗻
Die Produkt- und Preisgestaltung sind wichtige Elemente, um Neukunden für Ihre 𝗦𝗽𝗮𝗿𝗸𝗮𝘀𝘀𝗲 zu gewinnen. Die Analyse der Finanz-Szene zu Girokontenmodellen zeigt: Viele Banken und Sparkassen verlieren sich im Versuch, für jede Zielgruppe ein eigenes Angebot zu schaffen. Das Ergebnis ist oft ein Modell-Dschungel, der Kundinnen und Kunden eher verwirrt als überzeugt.
𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇: Kundenzentrierung heißt, die Produktpalette auf wenige, klar unterscheidbare Modelle zu fokussieren. Diese sollten für Kundschaft und Mitarbeitende verständlich, nachvollziehbar und preiswürdig sein: also ein faires Verhältnis von Leistung und Preis bieten.
𝗔𝗻𝗽𝗮𝘀𝘀𝘂𝗻𝗴 𝗮𝗻 𝗞𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻𝗯𝗲𝗱ü𝗿𝗳𝗻𝗶𝘀𝘀𝗲 𝘀𝗰𝗵𝗹ä𝗴𝘁 𝗙𝗲𝗮𝘁𝘂𝗿𝗲-𝗦𝗮𝗺𝗺𝗲𝗹𝗻. Portfolios sollten von realen Nutzungsbedürfnissen aus gedacht und zusammengefasst sein (z. B. „digital & preisbewusst“, „regional & serviceorientiert“, „viel unterwegs & international“), nicht von einer Sammlung von Spezialfällen. So entsteht Stringenz in allen Kanälen und eine konsistente Customer Journey.
𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴: Ultrapersonalisierung darf nicht dazu führen, dass im Beratungsgespräch 90 % der Zeit für die Erklärung der Kontovarianten verwendet werden und nur 10 % für die weiteren Leistungen Ihrer Sparkasse wie Online-Banking, weiterführende Beratung oder regionale Nähe. Die Beratungszeit gehört dem Mehrwert, nicht dem Preisaushang.
Unser Fazit: Weniger ist mehr. Ein klares, preiswürdiges und verständliches Giro-Portfolio erhöht Akzeptanz, schützt die Beratungszeit und schafft Raum für das, was wirklich zählt: Banking-Alltag erleichtern und lebensnahe Beratung liefern.

